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Die Ufa – Geschichte einer Marke

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Werkfoto DER LETZTE MANN, D 1924, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Quelle: Deutsche Kinemathek
Werkfoto DER LETZTE MANN, D 1924, Regie: Friedrich Wilhelm Murnau, Quelle: Deutsche Kinemathek

Die zweite Ausstellung im Kunstfoyer 2018 widmet sich der legendären Ufa (Universum Film Aktiengesellschaft). Die Traumfabrik des deutschen Films hat eine wechselvolle Geschichte. Im Dezember 2017 feiert die Filmproduktionsfirma Ufa ihren 100. Geburtstag. Zum Jubiläum der Ufa präsentiert die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen deren wechselvolle Konzern- und Markengeschichte in sieben Kapiteln. Die Kinemathek zeigt die Ausstellung in Berlin aktuell bis zum 22. April 2018. Ab dem 8. Juni wandert die Ausstellung, die hinter die Kulissen des Filmgeschäfts blickt, in das Münchner Kunstfoyer der Versicherungskammer Kulturstiftung.

Im Ersten Weltkrieg als Propagandainstrument gegründet, hat sich das Unternehmen Ufa heute zum „Content-Produzenten” für verschiedene audiovisuelle Plattformen entwickelt. Die Geschichte der Ufa erzählt daher auch die Geschichte der audiovisuellen Medien.

Zu den Konstanten, die sich durch die Geschichte der Marke ziehen, gehören die Stars, vom Unternehmen oft als die „eigenen“ reklamiert. Populäre Unterhaltungsproduktionen zielen auf den internationalen Markt, der sich für die Refinanzierung prestigeträchtiger Produktionen als unabdingbar erweist. Großproduktionen, heute mit Blick auf den globalen Markt „High-End-Dramen“ genannt, sind nur auf Grundlage dieser Mischkalkulation möglich. Häufig geht es darin um Themen und Ereignisse aus der (deutschen) Geschichte – damals wie heute.

Trotz vieler Brüche und Zäsuren in der Firmengeschichte existiert die Marke „Ufa“ seit einhundert Jahren. Der zugkräftige Name hat sich über die Dekaden hinweg gehalten – nicht zuletzt, weil seine Strahlkraft diese Marke schon früh zu einem Asset machte und bis heute macht. Präsentiert wird zudem die ökonomische und ästhetische Strategie des Medienkonzerns. Anhand einer Vielzahl von Exponaten, die der Stummfilmzeit über das Aufkommen des Fernsehens bis hin zu aktuellen Innovationen der heutigen UFA reichen, lassen sich die Reaktionen des Unternehmens auf gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen sowie die Marktmechanismen der jeweiligen Epoche nachvollziehen.