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Bayerischer Museumspreis: Preisträger 1991-2017

Verleihung Bayerischer Museumspreis 2017
Verleihung Bayerischer Museumspreis 2017
Gewinner Ehrenamt: Heimatmuseum Vilsbiburg, Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Gewinner Ehrenamt: Heimatmuseum Vilsbiburg, Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Gewinner Ehrenamt: Heimatmuseum Vilsbiburg, Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Gewinner Ehrenamt: Heimatmuseum Vilsbiburg, Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Bayerischer Museumspreis

Seit 1991 verleiht die Versicherungskammer Bayern als Partner der Museen den Bayerischen Museumspreis, einen der wichtigsten deutschen Museumspreise. Ziel der zuletzt mit 20.000 € dotierten und alle zwei Jahre an ein nichtstaatliches Museum in Bayern vergebenen Auszeichnung ist es, die Kulturarbeit der bayerischen Museen zu würdigen und zu fördern.

Seit 2015 wird der Preis von der neu gegründeten Versicherungskammer Kulturstiftung ausgelobt und in zwei Kategorien verliehen:

  • ein Preis, dotiert mit 20.000 €, geht an ein Museum mit haupt- oder nebenamtlich-wissenschaftlicher Leitung,
  • ein Preis, dotiert mit 10.000 €, an ein ehrenamtlich geführtes Haus.

Weitere Informationen und Pressematerial finden Sie auf der offiziellen Website des bayerischen Museumspreises.

2017 Hauptamt - HopfenBierGut Museum im Kornhaus Spalt

Das HopfenBierGut Museum im Kornhaus Spalt vermittelt anschaulich die bedeutende Hopfen-, Brau- und Biergeschichte der mittelfränkischen Stadt. In dem behutsam adaptierten historischen Gebäude wurde die Ausstellung zurückhaltend gestaltet, so dass die Struktur und die frühere Funktion der Räume erkennbar geblieben sind. Die Themenstationen erläutern anschaulich die Schritte des Hopfenanbaus, seiner Verwendung und seiner Vermarktung. Der zweite Schwerpunkt handelt vom Brauwesen. Ein Panoramakino ermöglicht „im Zeitraffer“ das Erleben eines Hopfenjahres. Interaktive Angebote und Medienstationen laden zum spielerischen Entdecken ein. Das Museum bildet einen neuen kulturellen und touristischen Mittelpunkt der Stadt.
Das Museum im Internet: http://www.hopfenbiergut.de/

2017 Ehrenamt - Heimatmuseum Vilsbiburg-Kröninger Hafnermuseum

Das Heimatmuseum Vilsbiburg-Kröninger Hafnermuseum in Heiliggeist-Spital und Spitalkirche widmet sich zunächst der Geschichte und Kultur der Stadt. Darüber hinaus präsentiert es regelmäßig Sonderausstellungen, die auch durch Kataloge begleitet werden. Das Haus hat sich als Spezialmuseum einen weitreichenden überregionalen Ruf erworben. Im Mittelpunkt stehen hierbei das seit dem 14. Jahrhundert nachweisbare Hafnergewerbe auf dem nahen Höhenzug des Kröning und die Verbreitung dieser Töpferwaren. Dazu hat das Museum nicht nur eine hervorragende Sammlung aufgebaut, sondern über Jahrzehnte außergewöhnliche Forschungs- und Publikationsleistungen erbracht.
Das Museum im Internet: http://www.museum-vilsbiburg.de/

2015 Hauptamt - Deutsches Hutmuseum Lindenberg

Bayerischer Museumspreis 2015 Hauptamt- Hutmuseum Lindenberg
Bayerischer Museumspreis 2015 Hauptamt - Hutmuseum Lindenberg

Das Deutsche Hutmuseum Lindenberg erinnert an die fast 300-jährige Tradition der Hutherstellung im bayerischen Allgäu. In den denkmalgeschützten Räumen einer ehemaligen Hutfabrik hat das Museum 2014 sein adäquates Domizil bezogen. Mit einem neuen Konzept widmet es sich fachlich fundiert sowie ästhetisch ansprechend und spielerisch der Geschichte der Kopfbedeckungen. Die abwechslungsreiche Ausstellung schlägt den Bogen von den verwendeten Materialien, vielfältigen Arbeitsschritten und nötigen Gerätschaften hin zur Gestaltung der Hutmode im Wandel der Zeit. Militärische und zivile Kopfbedeckungen und deren Hierarchien werden ebenso thematisiert wie modische Strömungen.
Das Museum im Internet: http://www.deutsches-hutmuseum.de/

2015 Ehrenamt - Augustiner Chorherren Museum

Bayerischer Museumspreis 2015 Ehrenamt - Augustiner Chorherren Museum Markt Indersdorf
Bayerischer Museumspreis 2015 Ehrenamt - Augustiner Chorherren Museum Markt Indersdorf

Das Augustiner Chorherren Museum, getragen vom Heimatverein Markt Indersdorf e. V. ist beispielgebend für erfolgreiche Museumsarbeit im Ehrenamt. Ursprünglich als „Heimatmuseum“ geplant, bildet heute die ortsprägende 650-jährige Klostergeschichte den Ausgangspunkt für die Betrachtung des Augustiner Chorherren Ordens. Damit wird eine überregionale thematische Lücke geschlossen.

Weitere Themen des Museums sind die nachfolgenden Nutzungen des Areals so zum Beispiel zur Zwangsfürsorge für nicht sesshafte Kinder und Jugendliche durch die Nationalsozialisten sowie die Nutzung in der Nachkriegszeit durch die Nothilfe- und Wiederaufbauverwaltung der Vereinten Nationen (UNRRA) als Kinderzentrum für jüdische und nichtjüdische Kinder.
Das Museum im Internet: ​http://www.augustiner-chorherren-museum.de/

2013 - Stadtmuseum Kaufbeuren

Bayerischer Museumspreis 2013 - Stadtmuseum Kaufbeuren
Bayerischer Museumspreis 2013 - Stadtmuseum Kaufbeuren

Das Stadtmuseum Kaufbeuren zählt mit seiner Gründung im Jahr 1879 zu den ältesten stadthistorischen Museen in Bayerisch-Schwaben. Mit der 1901 präsentierten Ausstellung „Volkskunst im Allgäu“ hat es bayerische Museumsgeschichte geschrieben. Die qualitätvollen Sammlungen sind von überregionaler Bedeutung. Sie reichen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Objekte zur Stadtgeschichte sowie zur Volkskunde und Frömmigkeitsgeschichte der Region bilden den Kernbestand. Hinzu kommen herausragende Spezialsammlungen wie die bayernweit einzigartige Kruzifixsammlung, die protestantischen Hinterglasbilder und der Nachlass von Ludwig Ganghofer.

Hörstationen, Audioguides, Hands-on-Stationen und interaktiven Multimediastationen laden Besucher zur Entdeckungsreise in die Vergangenheit Kaufbeurens ein. Speziell für Familien wurde ein Kinderpfad mit Begleitheft entwickelt. Für Gruppen und Einzelbesucher bietet das Stadtmuseum ein umfangreiches museumspädagogisches Programm.
Das Museum im Internet: www.stadtmuseum-kaufbeuren.de

2011 - KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Bayerischer Museumspreis 2011 - KZ-Gedenkstätte Flossenbürg
Bayerischer Museumspreis 2011 - KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Das Konzentrationslager Flossenbürg in der Oberpfalz war 1938 in der Nähe eines Granitsteinbruchs angelegt worden, in dem die Häftlinge Gestein für die Großbauten der Nazis abbauen sollten. Bis 1945 waren hier und in Außenlagern insgesamt 100.000 Menschen aus 47 Nationen inhaftiert. Nach Kriegsende mahnte das ehemalige Lagergelände als „Grab- und Gedenkstätte“ an die grauenvollen Geschehnisse. Erst ab 1998 wurden die Reste der ursprünglichen Bebauung mit in die Gedenkstätte einbezogen. 2007 wurde in der Baracke der ehemaligen Lagerwäscherei auf zwei Stockwerken eine Dauerausstellung eingerichtet: Im Erdgeschoss zur Geschichte des KZs Flossenbürg 1938-45, im Untergeschoss zu den Schicksalen der dort inhaftierten Menschen. Seit 2010 präsentiert die Gedenkstätte ihre zweite große Dauerausstellung im Gebäude der ehemaligen Häftlingsküche. Unter dem Titel „was bleibt – Nachwirkungen des Konzentrationslagers Flossenbürg“ versucht diese Schau mit großem Medieneinsatz, die komplexe Rezeptions- und Erinnerungsgeschichte eines Lagers während der letzten sechs Jahrzehnte zu dokumentieren.  
Das Museum im Internet: www.gedenkstaette-flossenbuerg.de

2009 - Museum Dingolfing, Sammlung Industriegeschichte

Bayerischer Museumspreis 2009 - Museum Dingolfing
Bayerischer Museumspreis 2009 - Museum Dingolfing

Von der Sämaschine zum Hightech-Automobil – auf 1000 qm Grundfläche zeigt das Museum die industrielle Entwicklung der Stadt Dingolfing. Es dokumentiert die niederbayerische Erfolgsgeschichte der Firma Glas, die ihre erste Niederlassung 1905 in Dingolfing gründete und mit dem Bau des legendären Goggo-Mobils ab 1955 die Stadt zum bedeutenden Indust-riestandort entwickelte. Nach der Übernahme durch die BMW AG entstand in den 70er Jahren eine der modernsten Automobilfabriken der Welt. Schwerpunkt der Sammlung sind Exponate, die den Weg ins Industriezeitalter aufzeigen.
Das Museum im Internet: www.museum-dingolfing.de

2007 - Maximilianmuseum Augsburg

Bayerischer Museumspreis 2007 - Maximilianmuseum Augsburg
Bayerischer Museumspreis 2007 - Maximilianmuseum Augsburg

Das Maximilianmuseum Augsburg, das Stammhaus der Städtischen Kunstsammlungen, besteht seit 1855. Seinen Namen erhielt es zu Ehren des bayerischen Königs Maximilian II. Um einen mit einem Glasdach überwölbten Innenhof, der heute Bronzefiguren berühmter Augsburger Prachtbrunnen des 16. Jh. beherbergt, gruppieren sich in zwei ehemaligen Bürgerhäusern die bedeutenden Sammlungen zur Stadtgeschichte bzw. von Kunst und kunstgewerblichen Objekten mit Bezug zu Augsburg: Skulpturen des 16.-18. Jh., Werke der Augsburger Silber- und Goldschmiede, Porzellan und Fayencen, Uhren, wissenschaftliche Instrumente und eine Sammlung von Holzmodellen, darunter die Entwurfsmodelle des Augsburger Rathauses von Elias Holl aus dem frühen 17. Jh. Nach einer 2006 abgeschlossenen Generalsanierung und Neuaufstellung präsentiert sich das Museum im neuen Glanz.
Das Museum im Internet: www.kunstsammlungen-museen.augsburg.de

2005 - Kulturspeicher Würzburg

Bayerischer Museumspreis 2005 - Kulturspeicher Würzburg
Bayerischer Museumspreis 2005 - Kulturspeicher Würzburg

Das Museum im Kulturspeicher präsentiert in einem ehemaligen Lagerhaus im alten Würzburger Hafen Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Die historischen Stützenraster im Foyer, die behutsam restaurierten Längsfassaden und die historischen Fenster- und Torformen künden von der lebhaften Vergangenheit des Gebäudes.
Das Museum ist hervorgegangen aus der Städtischen Galerie und wurde erweitert um die Sammlung "Peter C. Ruppert. Konkrete Kunst in Europa nach 1945". Die zwei Sammlungen stehen in interessantem Kontrast zueinander: Die Bestände der Städtischen Galerie, beginnend mit dem 19. Jahrhundert und mit v. a. regional ausgerichteter, vielfach figürlicher Kunst, begegnen der Konkreten Kunst als Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts mit Künstlern aus 22 europäischen Ländern.
Das Museum im Internet: www.kulturspeicher.de

2003 - Fabrikmuseum Roth

Bayerischer Museumspreis 2003 - Fabrikmuseum Roth
Bayerischer Museumspreis 2003 - Fabrikmuseum Roth

Das Fabrikmuseum Roth thematisiert in hervorragender Weise einen einst dominierenden Wirtschaftszweig im mittelfränkischen Roth: die leonische Industrie. Der Besucher erlebt, wie damals Arbeiter die hier produzierten "leonischen Waren" herstellten. Unter dem Begriff "leonische Waren" versteht man Gold-, Silber- oder aufbereitete Kupferdrähte und die daraus hergestellten Produkte wie beispielsweise Plätte oder Gespinste, die unter anderem für Christbaumschmuck verwendet werden. Darüber hinaus gewähren authentisch eingerichtete Büro- und Sozialräume einen Einblick in die damaligen Arbeitsbedingungen. Mit seiner Arbeit bewahrt das Museum wichtige historische und kulturelle Wurzeln von Stadt und Region.
Das Museum im Internet: www.fabrikmuseum-roth.de

2001 - Museum Altomünster

Bayerischer Museumspreis 2001 - Museum Altomünster
Bayerischer Museumspreis 2001 - Museum Altomünster

Das 1997 in historischen Klosterbauten eingerichtete Museum Altomünster dokumentiert das Leben der Heiligen Birgitta, die Entstehung des Birgittenordens in Europa und die Gründung des Birgittenklosters in Altomünster. Das ehrenamtliche Personal betreut darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen und ein vielfältiges Begleitprogramm.
Das Museum im Internet: www.museum-altomuenster.de

1999 - Museum der Stadt Miltenberg

Bayerischer Museumspreis 1999 - Museum der Stadt Miltenberg
Bayerischer Museumspreis 1999 - Museum der Stadt Miltenberg

Das historische Gebäude „Haus Miltenberg“, wie es heute genannt wird, in dem das Museum untergebracht ist, wurde 1996 nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet und zeigt nun durch eine klare Gliederung in sechs Schwerpunkten die Geschichte in und um Miltenberg. Ein Thema ist beispielsweise die Geschichte des Hauses wie auch die Miltenberger Stadtgeschichte oder die Römerzeit. Eine museumspädagogische Werkstatt und eine Museumsarbeitsgemeinschaft ergänzen zudem das Angebot für junge Menschen.
Das Museum im Internet: www.museum-miltenberg.de

1997 - Historisches Museum Bayreuth

Bayerischer Museumspreis 1997 - Historisches Museum Bayreuth
Bayerischer Museumspreis 1997 - Historisches Museum Bayreuth

Das in den Räumen der Alten Lateinschule befindliche historische Museum informiert umfassend über verschiedene Aspekte der Stadtgeschichte und über das ehemalige Fürstentum Bayreuth-Brandenburg. Insgesamt 34 Ausstellungsräume auf 1.200 Quadratmetern befassen sich mit der 800-jährigen Bayreuther Stadtgeschichte, von Politik und Wirtschaft über Kunst und Kultur bis hin zu den Problemen und Freuden des alltäglichen, privaten Lebens in früheren Jahrhunderten.
Das Museum im Internet: www.bayreuth.de

1995 - Schlossmuseum Murnau

Bayerischer Museumspreis 1995 - Schlossmuseum Murnau
Bayerischer Museumspreis 1995 - Schlossmuseum Murnau

Das 1993 eröffnete Schlossmuseum Murnau versteht es, sowohl die Baugeschichte des einstigen Pflegschlosses von Kloster Ettal durch archäologische Grabungen und Bauuntersuchungen als stauferzeitliche Gründung zu erhellen als auch den orts- und kulturgeschichtlichen Aspekt der Hinterglasbildkunst durch Forschungsergebnisse, den Erwerb eines großen Teiles der international bekannten Sammlung Udo Dammert und – mit überregionaler Bedeutung – die Werke des Künstlerkreises „Der Blaue Reiter“ zu präsentieren.
Das Museum im Internet: www.schlossmuseum-murnau.de

1993 - Bezirksmuseum Dachau

Bayerischer Museumspreis 1993 - Bezirksmuseum Dachau
Bayerischer Museumspreis 1993 - Bezirksmuseum Dachau

Das Bezirksmuseum Dachau zeigt einen eindrucksvollen Querschnitt durch die reiche bürgerliche und bäuerliche Kultur des Dachauer Landes. Auf drei Stockwerken verteilt findet der Besucher über 3.000 Ausstellungsstücke, die Volks- und Sachkultur der Stadt und des Landkreises Dachau dokumentieren. Die Sammlung zum Volksglauben mit Frömmigkeitszeugnissen und Amuletten gehört zu den bedeutendsten im süddeutschen Raum. Das Museum im Internet: www.dachauer-galerien-museen.de

1991 - Freilandmuseum in Bad Windsheim

Bayerischer Museumspreis 1991 - Freilandmuseum in Bad Windsheim
Bayerischer Museumspreis 1991 - Freilandmuseum in Bad Windsheim

Im Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim wurde nach drei Jahren Aufbauarbeit der erste Bauabschnitt 1982 eröffnet. Als Ergänzung der Ausstellungsbereiche, die das späte Mittelalter bis hin zur jüngsten Vergangenheit dokumentieren, hat 2001 zusätzlich im Freilandmuseum das Archäologie-Museum eröffnet. Hier wird das Spektrum früher Siedlungs- und Hausformen der Region zwischen dem heutigen Oberbayern und Thüringen präsentiert.
Das Museum im Internet: www.freilandmuseum.de