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The Concept of Lines. Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn

Werke aus der Sammlung F.C. Gundlach

George Hoyningen-Huene, "Bathing Fashion", Paris 1930, © Estate George Hoyningen-Huene
George Hoyningen-Huene, "Bathing Fashion", Paris 1930, © Estate George Hoyningen-Huene
George Hoyningen-Huene, Woman in Portico, Chanel Fashion, ca. 1935 © Horst; Estate of Hoyningen-Huene
George Hoyningen-Huene, Woman in Portico, Chanel Fashion, ca. 1935 © Horst; Estate of Hoyningen-Huene
George Hoyningen-Huene, Ohne Titel, New York 1941-42 © Horst; Estate of Hoyningen-Huene
George Hoyningen-Huene, Ohne Titel, New York 1941-42 © Horst; Estate of Hoyningen-Huene
Irving Penn, Nude No. 147, New York ca. 1949-1950 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, Nude No. 147, New York ca. 1949-1950 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, Girl in veiled hat (Jean Patchett), New York 1949 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, Girl in veiled hat (Jean Patchett), New York 1949 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, W. Somerset Maugham, Cap Ferrat, France 1962 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, W. Somerset Maugham, Cap Ferrat, France 1962 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, The Hand of Miles Davis (C), New York ca. 1949-1950 © The Irving Penn Foundation
Irving Penn, The Hand of Miles Davis (C), New York ca. 1949-1950 © The Irving Penn Foundation
Richard Avedon, James Galonos, New York City October 8th 1975 © The Richard Avedon Foundation
Richard Avedon, James Galonos, New York City October 8th 1975 © The Richard Avedon Foundation
Richard Avedon, Verushka, Wrap by Giorgio de Sant’Angelo, New York 1972 © The Richard Avedon Foundation
Richard Avedon, Verushka, Wrap by Giorgio de Sant’Angelo, New York 1972 © The Richard Avedon Foundation
Richard Avedon, Nastassja Kinski and the serpent, Los Angeles 1981 © The Richard Avedon Foundation
Richard Avedon, Nastassja Kinski and the serpent, Los Angeles 1981 © The Richard Avedon Foundation

Das Programm des Kunstfoyers startet 2018 mit einer Ausstellung hochästhetischer Fotografien von drei Großmeistern des Metiers: Richard Avedon, George Hoyningen-Huene und Irving Penn – jeder einzelne dieser Fotografen stellt für sich bereits ein unschlagbares Highlight der amerikanischen Fotografiegeschichte dar. Die subtile Handhabung der Linie eint als signifikantes Merkmal die Arbeiten dieser drei Ikonen, ist dabei aber in Abhängigkeit von der jeweiligen Stilistik des Fotografen sehr unterschiedlich definiert. Gezeigt werden Porträts prominenter Persönlichkeiten, zudem außergewöhnliche Modeinszenierungen, Akte und Körperbilder.

Chronologisch wird mit George Hoyningen-Huene (1900–1968) der Zeitraum ab etwa 1930 bis in die frühen 1950er Jahre hinein abgedeckt. Seine ersten Modeaufnahmen für die Zeitschrift »Vogue« entstanden ab 1926, er arbeitete später für »Harper’s Bazaar«. Höchst innovativ an ihnen war die Abkehr von der bis dato gepflegten piktorialistischen Auffassungsweise. Hoyningen-Huene war ebenfalls ein begnadeter Porträtist zahlreicher Hollywoodstars sowie anderer berühmter Zeitgenossen. Seine kühlen, sachlichen und subtilen Aufnahmen beeinflussten insbesondere Irving Penn (1917–2009) und Richard Avedon (1923–2004) als Fotografen der nachfolgenden Generation.

Irving Penn (1917–2009) ist der fraglos bekannteste Kamerakünstler des 20. Jahrhunderts. Besondere Berühmtheit erlangte er durch seine zwischen Eleganz und Sachlichkeit oszillierenden Modeinszenierungen u.a. für die amerikanische, englische und französische Ausgabe der Zeitschrift »Vogue«. Seine psychologisch komplexen Portraits prominenter Künstler, Modeschöpfer, Literaten und Musiker werden ergänzt durch die hochsensiblen Aufnahmen verschiedenster Kulturkreise. Penn gilt neben Richard Avedon als Neuerer der Bildnis- und Modefotografie, der seine Bildideen puristisch, sachlich und in nahezu spartanischer Kargheit formulierte.

Richard Avedon (1923–2004) gilt als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Als Grenzgänger zwischen freier und an Aufträge gebundener Fotografie gründete er 1946 das Richard Avedon Studio in New York und belieferte fortan den »New Yorker« mit Porträtfotografien. Er arbeitete für »Harper’s Bazaar«, »Junior Bazaar« und die »Vogue«. Avedons Porträtfotografien sind berühmt für die enorme Offenheit, die die inneren Stärken und Schwächen der abgelichteten Personen erkennen lassen. Sein puristischer Stil der späteren Jahre war von der Arbeit mit der Großformatkamera gekennzeichnet, mit der er die Porträtierten vor einer weißen Leinwand und ohne alle weiteren technischen Hilfsmittel ablichtete.

Die Ausstellung wird von Dr. Sabine Schnakenberg, Deichtorhallen Hamburg, Sammlungskuratorin Haus der Photographie, für das Kunstfoyer München als exklusive zweite Station kuratiert. Alle ausgestellten Arbeiten stammen aus der berühmten Sammlung F.C. Gundlach, mit deren Stifter das Kunstfoyer bereits Ausstellungen über Martin Munkacsi (2011) sowie Peter Keetman (2017) realisiert hat.